Möhre im Topf

Die Anleitung stammt von unserer Seite fimoanleitung.schnugis.net wo noch viele andere Anleitungen darauf warten entdeckt zu werden.

Manchmal habe ich Fimo im Fundus das sehr matschig ist. Manchmal hab ich einen Block der klebt ohne Ende. Dann wieder ist ein Block steinhart und der nächste färbt extrem ab.
Da könnte ich mich ja jetzt aufregen aber da sagt mir ja keiner merci wenn mir Fimomagengeschwüre wachsen… ausserem bin ich heilfroh über jeden Block der „anders“ ist denn aus jedem Block Fimo – egal wie er ist! – kann man etwas ganz spezielles und einzigartiges schaffen. „Normales“ Fimo muss man erst bearbeiten, Fimo das „anders“ ist kann man sofort verwerten 😀
Hier habe ich bröseliges, trockenes Fimo.
Juhu! Das gibt Erde die aussieht als wär sie echt – und das ganz ohne Tiefkühler!

Ein Geständtnis: ich war einkaufen mit meinem Helden, wir bummelten durch die Gartenabteilung und das waren sie… zuckersüsse Blumentöpfelchen. Ich musste zwanghaft ein paar kaufen, ging nicht anders. Und jetzt – juhu! – bin ich froh drum, genau das brauche ich!
Schaut mal, das ist eine ganz normale Untertasse zum Grössenvergleich:

Fimotic.com Modellieranleitung: kleine Möhre im Blumentopf

Aber bevor es ans pflanzen geht braucht’s erst mal ein Rüebli.
Aus orangenem Fimo ein Kugelchen machen…

Fimotic.com Modellieranleitung: kleine Möhre im Blumentopf

…aus dem Kugelchen ein etwas längliches Etwas. Das forme ich mit den Händen, mit ein wenig Übung geht das ganz flott, versprochen!
Ist die Form stimmig mache ich in die obere Hälfte mit einem Modellierwerkzeug Wellen rein. Es muss nicht gleichmässig sein, einfach rundherum wellenförmige „Eindrücke“ machen:

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Für die Nase mache ich erst eine kleine Kugel, aus der Kugel forme ich einen Keil. Da wo die Nase hin soll bohre ich ein Loch und mache es schööööön gross:

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*zack* den grossen Zinken reinstecken! Keine Angst, die Grösse wird gleich angepasst; ich drücke den Keil schön doll rein, so sitzt die Nase perfekt, fällt nicht ab und auch nicht raus.

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Siehste, aus Keilnase wird Knubbelchen 😀
Die Augen mache ich auch ganz simpel: ich deute sie nur an. Der kleine Kerl wird ja aus der Erde krabbeln und erst mal geblendet sein vom Licht, da sieht man von den Augen nicht all zu viel.
Das Modellierwerkzeug einfach pro Auge zwei Mal in den Rübenkopf drücken und gut ist.
Der Mund entsteht genau gleich, ein schiefes Lachen soll er haben der Rübenkopf.

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Auf dem Kopf piekse ich ein paar nicht all zu tiefe Löcher; ich will ihm später eine Frisur aufkleben und für den Leim ist eine nicht-glatte Fläche besser.
Rübe darf jetzt in sein Mehlbett liegen; ich backe im Mehl weil er so keine Dellen kriegen wird.

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Als nächstes sind die Rübenhände dran.
Eine Kugel formen, mit einem Modellierwerkzeug mache ich eine dolle Kerbe:

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Die Halbhugeln drücke ich auf den Blumentopfrand und forme – auch wieder mit Modellierwerkzeug – die Finger. Auch ganz simpel.
Das Töpfchen mit den Händen wandert genau so in den Backofen, so wird es garantiert passen 😀
Hopp hopp, ab in den Backi mit Rübenkopf und Rübenpfötchen!

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Voilà, fertig gebacken. Die Hände lassen sich gut lösen, ich werde sie später festkleben. Sollten sie richtig doll festpappen sei froh – aber das ist wohl eher selten der Fall.

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Der Rübenkopf hat im Mehlbett seine Backzeit gut und ohne Dellen überstanden, nun braucht er viel viel Erde!

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Und da kommt der nicht ganz so taufrische Fimoblock ins Spiel. Hat man keinen bröseligen Fimoblock zur Hand hilft auch eine halbe Stunde im Tiefkühler.
Die Reibe ist übrigens nicht aus der Küche – die Küche darf sich das Fimowerkzeug bei Bedarf ab und zu ausleihen *kicher*

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Die Raspeln sind ganz locker; einfach ins Töpfchen fallen lassen:

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Rübe kriegt jetzt etwas Farbe! Erst mal mit einem Make-Up-Schwämmchen Rostrot draufschmieren….

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…dann noch etwas dunkleres Schokobraun. Zwischen den Arbeitsschritten bitte die Tinte trocknen lassen.

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Nach der Bräunungsaktion die natürlich auch die Hände betrifft, nicht nur den Kopf! – kommt noch meine Lieblingspatina für solche Projekte: Twin Color, das ist Farbe die gleich in zwei Farben gleichzeitig brilliert. Hier nehme ich „Café / Gold“; ich schmiere es mit den Fingern drauf und wische es so auch wieder weg; so ergibt sich eine wunderbare unregelmässige Patina die überhaupt nicht künstlich aussieht.
-> Nicht wundern, die Anleitung stammt aus einer Zeit als Eberhard Faber noch Eberhard Faber war, nicht dass es zu Verwechslungen kommt, gell <-

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Die Farbe trocknet sehr schnell!
Sobald die Farbe trocken ist pflanze ich Rübi ein. Erst so viel Fimoerde in den Topf füllen bis er soweit rausschaut wie er soll, dann einfach auffüllen. Genau wie beim umtopfen 😉

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In die Handflächen gebe ich etwas Weissleim…

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…und platziere sie. Jetzt noch die Patina auf die Pfötchen, die Fimoerde wenig andrücken – grad so fest dass es eine Masse wird aber nicht zu doll dass diese ihre Struktur verliert.
Und ab in den Backofen!

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Nach dem backen und auskühlen bekommt der Hutzel seine Frisur.
Ob’s Stoff ist oder Ostergras, Kunsthaar oder Plüsch, Rasenteppich… Euch fällt sicher etwas cooles grünes in die Hände 😀
Leim draufschmieren…

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Haarpracht drauf!

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Und fertig ist der Besucher der frisch aus der Erde schlüpft:

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Viele Topfpflanzen brauchen Erde – ich bin froh habe ich einen Block braunes Fimo der hart genug ist um ohne Besuch im Tiefkühler in kleine Raspel umgewandelt zu werden 😉
Und sollte etwas anderes drauswerden hilft Mixquick richtig gut.

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A propos richtig gut:
Unsere Fellplüschis finden ihr Katzensofa richtig gut.
Ich staune immer wieder wie gross und laaaaaaaaaaaaaaaaaaaaang kleine Katzen sein können.

Katzensofa

Viel Spass beim pflanzen und eintopfen, sollte aus einem Töpfchen ein Fimobäumchen wachsen das Früchte tragt: bitte melden 😀
Liebe Grüsse,
Eure Tumana


2 Antworten zu Möhre im Topf

  1. Madame sagt:

    Bin ganz neu in der Fimowelt!
    Sooo süß! Sag mal versteh ich das richtig, dass die Rübe samt Pfötchen
    2 x ins Backrohr wandern?
    Rübe und Pfötchen sind bei mir grad seperat im Backrohr, aber ich bin mir
    nicht sicher ob ich sie nach festleimen und Köpfchen reinstecken nochmal
    erhitzen soll?
    Danke Madame

    • Tumana sagt:

      Nein hier wird nur 1x gebacken. Ist aber auch kein problem Fimo 2x in den Backofen zu stopfen, solltest es idealerweise einfach bissel ruhen lassen zwischen den Backvorgängen.
      Warum willst Du’s nochmal backen? Der leim trocknet auch so 😉
      Liebe Grüsse,
      Tumana

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